Der heutige Tag ist die Vollendung eines gemeinsam zurückgelegten langen Weges und die Erfüllung des gemeinsamen Glaubens daran, dass Ungarn wieder aufstehen kann, wieder an sich selbst glauben kann und erneut die gemeinsame Heimat aller Ungarn werden kann – erklärte Ministerpräsident Péter Magyar am Samstag nach der konstituierenden Sitzung des Parlaments bei der Feier auf dem Kossuth-Lajos-Platz.
Nach seiner Wahl sagte Péter Magyar bei der als Volksfest des Systemwechsels angekündigten Veranstaltung, dass das Parlamentsgebäude, das jahrelang „ein Symbol der Unterdrückung, der Machtarroganz und der Überheblichkeit“ gewesen sei, nun „euch gehört“, „ihr habt es zurückgenommen“, und „eure Vertreter sitzen dort wieder – die Vertreter aller ungarischen Menschen“.
Er sagte außerdem:
Diese Geschichte wurde nicht in Parteizentralen und nicht von Propagandamaschinen geschrieben. „Ihr habt sie geschrieben – mit Arbeit, Heimatliebe, Hoffnung, Sorge, Entschlossenheit und Heiterkeit. Dies ist nun euer Systemwechsel, eure Heimat, euer Parlament“
– formulierte Péter Magyar und dankte den Menschen dafür.
Er fügte hinzu: Auf allen Kontinenten der Erde habe man das Wunder, das die Ungarn vollbracht hätten und weiterhin vollbringen, mit Staunen und Neid beobachtet und beobachte es noch immer. Die ganze Welt habe gelernt auszusprechen: „Die Theiß strömt.“
Heute möchte jeder freiheitsliebende Mensch auf der Welt ein bisschen Ungar sein – bemerkte er.
Er ging auch darauf ein, dass man den Ungarn über Jahre hinweg habe beibringen wollen, dass es keine Wunder gebe, dass Krieg Frieden sei, Freiheit Knechtschaft und Unwissenheit Stärke; wer anders denke, sei weniger ungarisch, weniger wertvoll und weniger Teil der Heimat.
Doch gerade das Gegenteil hätten sie dem Land und der Welt beigebracht: dass selbst die bösartigste Willkürherrschaft von den gewöhnlichsten Menschen besiegt werde; dass man gegen eine Machtmaschine keine andere Machtmaschine brauche, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, die von Briefkasten zu Briefkasten, von Haus zu Haus gehen und im Winter, bei Frost und Regen zu allem fähig seien – für ihre Heimat, ihre Nachbarn, ihre Verwandten und ihre Gemeinschaft – formulierte der Vorsitzende der Tisza-Partei über ihre politische Gemeinschaft.
In seiner Rede versprach Péter Magyar, alle ungarischen Menschen zu vertreten.