Selenskyj: Die Reparatur der Ölpipeline „Druzhba“ ist abgeschlossen
Die Ukraine hat die Reparatur der Ölpipeline „Druzhba“ abgeschlossen; die Pipeline kann nun wieder in Betrieb genommen werden – dies gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag auf Telegram bekannt.
„Im Einklang mit den Absprachen mit der Europäischen Union hat die Ukraine die Reparaturarbeiten an dem Abschnitt der Ölpipeline „Druzhba“ abgeschlossen, der durch einen russischen Angriff beschädigt worden war. Die Ölpipeline kann wieder in Betrieb genommen werden. Zwar kann derzeit niemand garantieren, dass sich russische Angriffe auf die Infrastruktur nicht wiederholen, doch haben unsere Fachleute die Grundvoraussetzungen für den Betrieb des Systems und der Anlagen sichergestellt“, schrieb der Staatschef in seinem Beitrag.
Selenskyj deutete an, dass die Ukraine dies mit der Freigabe des blockierten EU-Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro verknüpft.
„In diesem Zusammenhang erwarten wir die Freigabe des bereits vom Europäischen Rat gebilligten europäischen Hilfspakets für die Ukraine. Zudem hoffen wir, dass unsere Partner auch in Bezug auf die für die Ukraine zu eröffnenden Kapitel der Beitrittsverhandlungen entsprechende Schritte unternehmen. Was die erste Kapitelgruppe betrifft, haben wir unseren Teil bereits erledigt. Darüber hinaus müssen der systematische Sanktionsdruck auf Russland wegen des Krieges sowie die weitere Diversifizierung der europäischen Energieversorgung fortgesetzt werden. Europa muss unabhängig sein von denen, die es schwächen oder vernichten wollen“, betonte der Präsident.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha gab am 12. Februar bekannt, dass die russischen Erdöllieferungen nach Ungarn und in die Slowakei am 27. Januar infolge eines russischen Angriffs eingestellt worden seien. Selenskyj erklärte zuletzt Mitte April bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin, dass die Ukraine die Reparatur der beschädigten Pipeline bis Ende des Monats abschließen werde.