Wussten Sie, dass Ungarns größte römische Freilichtvilla 10 km vom Ufer des Plattensees und von Veszprém entfernt liegt? Die Nationalmuseumsvilla Romana Baláca, ein in Mitteleuropa einzigartiges römisches Monument, befindet sich zwischen den Ortschaften Nemesvámos und Veszprémfajsz.
Die Villa Romana ist ein Stück Italien am Balaton. Unverfälschtes römisches Flair, authentisches Ambiente. Ein angenehmer Zeitvertreib, ein lehrreiches Abenteuer für die ganze Familie! Verbringen Sie 2 oder sogar 4-5 Stunden bei uns, entspannen Sie im römischen Garten und fühlen Sie sich wie ein Gast in einer römischen Villa!
Geschichte
Die Römer erschienen bereits im 1. Jahrhundert in Baláca; vermutlich war ein erfahrener Legionär der erste Besitzer des Gebiets. Das anfänglich kleine Anwesen entwickelte sich im 2. und 3. Jahrhundert zu einem riesigen Komplex, dessen Gebäude bis zum Ende des 4. Jahrhunderts kontinuierlich erweitert wurden.
Bei dem Villengut handelte es sich eigentlich um einen Gutshof, einen Bauernhof aus römischer Zeit, auf dem die damaligen Bewohner Landwirtschaft und Viehzucht betrieben, aber auch die bildende Kunst könnte zur Aufrechterhaltung der Wirtschaft beigetragen haben.
Sehenswürdigkeiten
Das beeindruckendste historische Denkmal des Ruinengartens ist das zentrale Wohngebäude, das mit einer Grundfläche von rund 2400 Quadratmetern (heute würden etwa 20 durchschnittliche Einfamilienhäuser darin Platz finden) zu den größten bekannten pannonischen Villen zählt. Unter anderem wurde in dem Gebäude ein Keller aus dem 2. Jahrhundert mit seiner kompletten Ausstattung sowie vier Mosaikböden ausgegraben. Drei davon sind noch an ihrem ursprünglichen Platz zu sehen.
Das vierte, fast 70 Quadratmeter große Stück befindet sich in der Steingalerie des Ungarischen Nationalmuseums; eine exakte Kopie kann jedoch auch in Baláca bewundert werden. Die römische Lebensweise und Wohnkultur lässt sich anhand der Einrichtung eines Raumes des Gebäudes nachempfinden, ergänzt durch eine Rekonstruktion des sogenannten „roten Speisesaals“, dessen Wandmalerei bei den Ausgrabungen entdeckt wurde.

8248 Nemesvámos, Balácpuszta Hrsz. 089/3, Ungarn